Was ist Schönheit? Das Bild der Menschen

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Schönheit

Welcher Mann kennt das nicht? Man läuft durch die Straßen und sieht eine attraktive Frau die Straße entlang laufen. Und obwohl jeder eine gewisse Vorstellung hat, wie seine Frau in seinen Fantasien und Vorstellungen aussieht, ist es fast immer das gleiche Schema von der schönen attraktiven Frau: jung, schlank, stattlich gebaut, glattes Gesicht, das Glitzern in den Augen, sinnliche Lippen und ein gewisser, reizvoller Kleidungsstil, der besondere Signale an die Männerwelt setzt. Das sind optische Merkmalseigenschaften, die nicht nur durch Fernsehen, Internet, Printwerbung und allen weiteren Kanälen geprägt sind, sondern im Unterbewusstsein des Denkens sich verankert hat. Allerdings herrschen selbst bei einem gewissen Schönheitscode auch gewisse abweichende Tendenzen im Denken und in der Beobachtung der Menschen! Eine schlanke Frau empfindet man(n) als attraktiv oder als spindeldürr und ausgehungert! Ein Sixpack bei Männern zieht eine Frau an oder sie ist wenig angetan vom Charakter oder gar vom Gesicht. Und hier trifft die Aussage zu, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt! Aber dennoch: spezielle Bilder von großen Persönlichkeiten wie Marylin Monroe, Elizabeth Taylor oder Audrey Hephurn (laut New Woman gilt sie als schönste Frau aller Zeiten) bleiben ewig in Erinnerung in Form von Bildern, die man auf Bildern immer wieder sieht! Und da fällt es schwer, ihre Schönheiten anzuzweifeln!

Heutige Gesellschaft

Doch hätten die eine oder andere Frau heute das Potential, durch ihre Schönheit ein Ausrufezeichen zu setzen? Dafür müssten Madonna oder Lady Gaga sich nicht immer wieder neu verstellen! Und selbst die hübscheste Miss Universe verschwindet nach kurzer Zeit wieder in der von der Bildfläche. Männerschönheit zu definieren fällt hier sogar noch schwieriger! Was über die vielen Generationen hinweg auffällt: wir als außenstehende Menschen behalten die Menschen aus dem öffentlichen Leben in Erinnerungen, die zu Lebzeiten ihre größten Höhepunkte hatten. Kaum jemand sieht gern Marilyn Monroe auf Bildern in Drogenabhängigkeit bevor sie die Welt qualvoll verließ. Elvis Presley behalten wir als jungen gutaussehenden Frauenschwarm im Gedächtnis und weniger die alte Version! Marlon Brando war sogar noch mit 50 Jahren in Filmen wie „Der Pate“ eine charismatische Persönlichkeit, bei der das Bild des Mafiabosses stärker in den Köpfen verankert ist als das vom jungen verwegenen Mann! Auch unsere heutige Gesellschaft hat ihre großen Persönlichkeiten, die durch besondere Leistungen einen sozialen Status aufgebaut haben. Jay-Z wäre nicht berühmt geworden, wenn er nur an Schönheitswettbewerben teilgenommen hätte. Leonardo Di Caprio gilt zwar als Schönling, wäre aber bei miesen Schauspielerleistungen wieder in der Versenkung verschwunden!

Doch ob gutaussehend oder nicht: vor der Kamera treten die Meisten mit Schminke und Make-Up auf! Man will den Zuschauern das Gesicht zeigen, das sie gern sehen würden! Perfekt, makellos, keine Augenringe, selbstbewusst und sympathisch. Danach richtet sich in meinen Augen vor allem die Welt der Mode und Models. Der Aufschrei war groß, als bei der Modelcastingshow Germany’s next Topmodel ein Mädel als dick bezeichnet wurde, obwohl sie stattlich und kräftiger als die Mädels gebaut wurde. Sich abzuhungern, um den Modelmaßen anzupassen ist kein Schönheitsideal und zeugt von Schwäche und Unterdrückung! Die Modebranche ihre eigenen Vorstellungen von Bildern und mit den Aufträgen beginnt der harte Kampf gegen die Konkurrenz! Was aber auch schwer als Beobachter einzuschätzen ist, ist der Blick in das wahre Innenleben des harten Modelgeschäfts! Die Ansammlung an Klischees und Vorurteilen ist nicht nur in der Branche der Models selbstverständlich. Doch auch wenn wir die schönen Körperformen und die makellosen Gesichter bewundern, vermisse ich manchmal die Innovation auf dem Laufsteg oder vor der Kamera! Ideen wie der Einsatz von blinden Models für die Mode, ein verstärkter Einsatz von Models, die das BMI sprengen (vgl. Oversize Models) oder Werbeplatzierungen mit Frauen, die sichtbar etwas mehr Speck auf den Rippen haben und trotzdem als normalgewichtig gelten – das sind Ansätze, die die Werbebranche noch intensiver aufgreifen sollte. Denn der Durchschnittskunde ist nicht immer Top-Model, sondern hat auch einige Makel!

Kulturelle Unterschiede zwischen Ländern

Viele Länder rund um den Globus sind vom Westen beeinflusst. Das erkennt man am Tragen von Nike Schuhen, die Nutzung von IPads und die Bewunderung für Promis aus den USA. Dennoch ist es schön zu sehen, dass die Kulturen und Länder nach wie vor ihre eigenen Vorstellungen vom Schönheitsideal haben. Betrachtet man Länder wie Vietnam, ist beispielsweise die weiße Haut ein Optimum im Äußeren, nach dem gestrebt wird. Die Industrie setzt für Bleichungsprodukte jährlich mehr Umsatz um als etwa für Bräunungscreme oder Sonnenstudios! Hintergrund für diese Nachfrage, die neben Vietnam in asiatischen Ländern wie Japan, China oder Indien vorherrschen, ist ein soziokulturelles Problem in den verschiedenen Schichten der Gesellschaft. Helle Haut steht für Wohlstand und Gesundheit, während braungebrannte Haut mit dem harten Arbeiter auf dem Bau oder in der Landwirtschaft assoziiert wird.

Sehr angetan bin ich auch von der Bilderreihe der Fotografin Mihaela Noroc, die die Welt bereiste und Frauen aufgrund ihrer optischen Schönheit fotografierte. Die Bilder, die hier unter http://www.stern.de/familie/leben/foto-weltreise–atlas-of-beauty—unfassbar-schoene-frauen-aus-aller-welt-5954782.html gesehen werden können, zeigen bildhübsche Menschen in ihrer jeweiligen Kultur und dem passenden Outfit! Und da erkennt man schön die Natürlichkeit der Darstellung unterschiedlicher Persönlichkeiten aus ihrem Lebensumfeld! Solche Fotos sind wahrhaftig schön: die Frauen verstellen sich nicht, tragen nicht kiloweise Make-Up auf dem Gesicht und müssen nicht in knappem Outfit und aufgestylten Haaren herumlaufen.

Wann gilt man als schön?

Es gibt immer wieder die Frage, ob Schönheit sich berechnen lässt! Geht’s nur nach der äußeren Erscheinung, gibt es durchaus Methoden die Attraktivität zu berechnen – auch wenn sie umstritten sind. So kann ein aufgezeichnetes Bild anhand spezieller Merkmalsverhältnisse wie Nasenbreite, Mundbreite und die Distanz zweier Fokusbereiche können Maßstäbe sein. Das Übereinanderlegen mehrere Gesichter kann ein neues Gesicht erzeugen, das viel besser aussieht als alle bisherigen Bilder! Denn gemeinsame Merkmalseigenschaften erzeugen neue Bilder und die goldene Mitte vermittelt ein Bild, das wir als schön bezeichnen (vgl. http://www.spektrum.de/news/wie-berechnet-man-schoenheit/793179 ) und man könnte man daraus ableiten, dass Schönheit Durchschnitt ist!

Fakt ist aber: kein Mensch bleibt für immer jung! Und mit der Zeit entstehen Falten, graue Haare, die Figur wird fülliger. Und letztendlich ist Schönheit relativ und die Leute lernen auch zu verstehen, dass wohlgeformte Proportionen an einem Körper nicht die einzigen Kriterien sind. Vielleicht steckt in der Botschaft hier in der Werbung von Dove ein gewisser Wahrheitsgehalt:




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Khoa

Fotografie ist Kunst, Kreativität und Leidenschaft. Früher habe ich tausende Bilder mit der Handykamera geschossen und habe mich irgendwann dazu entschlossen, mit meiner eigenen Kamera Bilder zu schießen, die euch gefallen könnten. Diese Leidenschaft fürs Fotografieren ist genauso groß wie die Gestaltung von Texten. Als Blogger hoffe ich natürlich, dass euch meine Atikel gefallen und ich im Laufe der Zeit euch neue Insprationen vorstellen kann.

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