Nikon D7000 SLR- Kamera im Test

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Nikon D7000

Auf der Suche nach einem erschwinglichen Modell, das im Hinblick auf Bildqualität und Funktionsumfang hervorragende Bewertungen erhält und dabei unter 1000 Euro liegt, bin ich mit der Nikon D7000 SLR auf einen wahren Goldie unter den Digitalkameras gestoßen. Auch aufgrund der hervorragenden Rezensionen bei Amazon stellt sich die Frage, ob der Preis von 900 Euro der gegebenen Qualität gerecht wird. Die Spiegelreflexkamera aus dem Hause Nikon wurde Ende 2010 auf den Markt gebracht und zeigt nach wie vor eine beeindruckende Performance!

Nikon D7000 Vorderansicht

Merkmal der Nikon D7000 SLR

Erster Eindruck

Als leidenschaftlicher Canon-Fotograf fällt der Switch auf ein Nikon-Modell natürlich nicht ganz so leicht, da neben den Optionen in der Kamera auch die Handhabung anders ausfällt. Die Kamera weist eine solide Bauweise auf: das obere und hintere Gehäuseteil besteht aus einer Magnesiumlegierung und das sorgt für eine höhere Stabilität als Kunststoffe, die beim Fall sich leichter verformen und brechen können! Allerdings wäre bei Verformung oder beim möglichen Bruch der Magnesiumschicht die Kamera auch hinüber. Die Kamera ist handlich und macht einen sehr stabilen Eindruck. Fotografien im Regen wären angesichts der stabilen Bauweise kein Problem.

Nikon D7000 von oben Nikon D7000 von der Seite

Bei Events wie Holi Festival, wo Farbpulver in die Menge geschmissen werden, landen die Partikel nicht in das Innere. Dennoch bliebe die Lebensmittelfarbe dennoch wegen den Einwölbungen und einigen Löcher und tiefen Stellen der Schrauben haften. Gerade bei extrovertierten Fotografie-Aufnahmen wie etwa mit Mehl bietet die Kamera einen gewissen Schutz vor vielen Partikeln, eine kontinuierliche Pflege wäre aber die unbedingte Voraussetzung.

Gut gelungen finde ich das 3-Zoll LCD Display, das zur Nachbearbeitung der Bilder und von Filmen hergenommen werden kann. Anders als bei Canon EOS Kameramodellen ist das Display starr fixiert und kann nicht geschwenkt werden. Für Selfie-Schnappschüsse müsste man zu altbewährten Handy wieder greifen.

Technische Eigenschaften

Wenn ich an Nikon Kameras denke, fallen mir zwei Merkmalseigenschaften ein, die unverkennbar für die Marke ist. Zum einen fotografiert die Kamera mit einem extrem leisen Betriebsgeräusch. Wenn ich meine Canon EOS 600D zum Fotografieren hernehme, dann kann das Blitzgeräusch schon das leise Zwitschern von Vögeln in der Natur zum Verstummen bringen. Und jetzt fotografiert mal eine Serienaufnahme im Sportmotiv? Da wäre jedes Tier im Wald darauf aufmerksam. Das ist bei der Nikon D7000 anders. Der angenehme leise Sound und die schnörkellose Sportmotiv-Funktion als zweites unverkennbares Merkmal produzieren Unmengen von sehenswerten Bildern, die sich sehen lassen können.

Die Nikon D7000 arbeitet mit einem CMOS-Bildsensor im DX-Format und die 16 Megapixel hören sich im Vergleich zu neuen Modellen auf dem Markt wenig an. Aber schaut euch mal die Bilder an, bevor ihr ein Urteil fällt. Im Folgenden wurde ich beim kleinen Spaziergang in fotografiert.

Fotografie mit der Nikon D7000

Farben, Schärfegrad und die Einstellung der Fokusverstärkung mit absichtlich unscharfen Hintergrund vermittelt ein gutes Beispiel, was die Kamera kann. Wollt ihr bestimmte Bereiche im Bild besonders hervorheben, ist das mit der Kamera kein Problem. Das Nikon Modell hat ein Autofokussystem mit 39 Messfeldern und 9 Kreuzsensoren in der Mitte und das ist eine erstaunliche Performance. Zum Vergleich: das Einsteigermodell hat nur 9 Messfelder, die aufgrund der eher schweren Bedienung von mir vernachlässigt wird! Doch mit diesen Messfeldern wird jeder denkbare Punkt im Bild anvisiert. Verschiedene Modusoptionen wie „3D Tracking“ sorgen dafür, dass die gewünschten Punkte ihren Schärfegrad erreichen.

Die ISO Empfindlichkeit liegt in den Bereichen 100 bis 6400, kann jedoch manuell noch erweitert werden. Die Kamera hat ein bemerkenswertes Verschlusssystem. Verschlusszeiten von 1/8000 s sorgen dafür, dass Serienbilder bei allerhöchster Qualität produziert werden. Und für die Bildqualität sorgt das Bildverarbeitungs-Engine EXPEED 2, dass bei minimalem Stromverbrauch das Beste aus der Kamera herausholt. Sehr bemerkenswert: selbst bei wackligen Händen und bewegenden Motiven fixiert die Kamera das Objekt und holt die größtmögliche Schärfe raus. Verschwommene Bilder sieht man kaum!

Einer der ganz großen Merkmalseigenschaften dieser Kamera ist die Möglichkeit, die Bilder direkt in der Kamera nachzubearbeiten. Das ist an sich keine weltbewegende Technikinnovation. Doch die Optionen könne sich sehen lassen: Sterneffekte bei Lichtern, die bessere Farbkontrast-Einstellungen mit der D-Lightning Funktion verbessert die Bilder nochmals. Hier werden nicht einfache Filterfunktionen in die Bilder einfach hinzugeklatscht, sondern Bilder im System korrigiert und optimiert und das ist sehr praktisch, um die Zeit für nachträgliche Verbesserungen zu minimieren.

Auch ein Pluspunkt: die Nikon hat ein Doppel-SD Kartenfach, wo eine zweite Karte hergenommen werden kann oder RAW von JPEG trennt. Wenn man bedenkt, was RAW Dateien für Speicher verbrauchen, dann kann es eine praktische Angelegenheit sein.

Das passendeObjektiv für die Nikon D7000 SRL

AF-S DX 18-105 Objektiv

AF-S DX 18-105 Objektiv
Nikon AF-S Nikkor 18-105mm
Falls ihr euch dazu entschließt, das Objektiv optional zu kaufen, dann kann ich das Nikon AF-S DX NIKKOR 18-105mm/3,5-5,6G ED VR Objektiv, das für den Preis von knapp über 200 Euro bei dieser Qualität schon fast als Schnäppchen ist. Das Objektiv ist auch aufgrund der großen Variation im Brennweitenbereich (18-105mm) als Weitwinkel- und Teleobjektiv für verschiedenste Bildmotive (Landschaft, Porträt und sonstige Aufnahmen) einfach hervorragend. Als Sonderform von äspherischen Linsen verhindern solche Objektive Verzerrungskorrekturen selbst bei Weitwinkeln und bei Einstellungen mit höheren Blendenwerten. Als VR-Nikkor-Objektiv können Scharfeinstellungen optimal an die Gegebenheiten angepasst werden! Verarbeitung und Qualität sprechen für sich!

Bildergalerie

Hier ist eine kleine Auswahl der geschossenen Bilder! Man kann die Qualitätsunterschiede anhand des Schärfegrads zu anderen Einsteigermodellen klar erkennen. Die Bilder sind scharf, weisen natürliche Farben auf und wirken in keinem Fall verschwommen! Die Bilder wurden auf 620 Pixel komprimiert und natürlich leidet für den Upload die Bildqualität in gewisser Weise!

Kirche in Sydney ich ich in Sydney Cousin am Strand buntes Treiben am Strand

Fazit

Wer etwas mehr Budget ausgeben kann und ein wenig weg von den typischen Einsteigermodellen geht, wird mit der Nikon D7000 seine helle Freude haben. Die Technik sorgt für gestochenene Bilder und die Möglichkeit, seine Bilder direkt in der Kamera zu verarbeiten, sprechen für sich. Schade, dass das Display nicht schwenkbar ist. Das wäre für Fotoexperimente wie Selfies eine Abwechslung und auch die unangenehmen Folgen von Bildrauschen sind trotz der automatischen Bildanpassung noch zu sehen. Doch die Kamera liegt gut auf der Hand, ist leise im Betriebsgräusch und macht richtig scharfe Bilder zum Staunen.

About author

Khoa

Fotografie ist Kunst, Kreativität und Leidenschaft. Früher habe ich tausende Bilder mit der Handykamera geschossen und habe mich irgendwann dazu entschlossen, mit meiner eigenen Kamera Bilder zu schießen, die euch gefallen könnten. Diese Leidenschaft fürs Fotografieren ist genauso groß wie die Gestaltung von Texten. Als Blogger hoffe ich natürlich, dass euch meine Atikel gefallen und ich im Laufe der Zeit euch neue Insprationen vorstellen kann.

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