Saigon : ein fotografischer Einblick in eine besondere Stadt

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Ho Chi Minh City River

Eine Reise in das Heimatland meiner Eltern ist voller Entdeckungsmöglichkeiten. Selbst wenn man mehrere Literaturen, Bildbänder und Reiseberichte zu Vietnam gelesen hat, so ist man dennoch von vielen Entdeckungsmöglichkeiten überrascht. Seit rund 40 Jahren sind Nord- und Südvietnam vereint und seitdem entwickelt sich der Küstenstaat zu einem sehr beliebten Reiseziel – und das nicht nur bei Vietnamesen. Um einen kleinen Eindruck von dieser faszinierenden Welt zu vermitteln, reiste ich im Juli 2013 nach Südvietnam, wo die meisten Bilder in Ho-Chi-Minh City gemacht wurden. Zwar ist die Stadt Hanoi die Hauptstadt, doch das Herzstück Vietnams ist Saigon. Keine andere Stadt ist so laut, lebendig und sehenswert wie Saigon.

Eine fotografische Tour durch die Stadt

Saigon ist lebendig wie seine Menschen

Aufpassen sollte ich auf meine Wertsachen und mich ja nicht von fremden Leuten anreden lassen! Und selten wird man in dieser aufdringlichen und direkten Form angeredet. Schon am Flughafen gehen die Taxifahrer auf die Touristen zu und man merkt sofort die offene und freundliche Art der Vietnamesen, die rund um den Globus einfach einzigartig ist. Natürlich wollen sie für die Freundlichkeit ein wenig Cash sehen, was ganz normal fürs Tagesgeschäft ist und Touristen sind natürlich eine attraktive Kundengruppe. Wenn man aus dem klimatisierten Flughafen zum Ausgang und erstmals die schwere Hitze spürt, ist der Drang zu einem der Taxis doch viel stärker als irgendwo lange rumzusteuern.

Saigon Notre Dame Basilika Landschaft Dam Sen Ho Chi Minh City Hall Dam Sen Dam Sen Freizeitpark

Die nächsten Tage waren Moped, Taxi und sogar Bus meine treuen Begleiter, wobei ich das klimatisierte Taxi gegenüber allen anderen Verkehrsmitteln bevorzuge. Im Fotohandgepäck ist meine Canon EOS 600D, meine Nikon D90 sowie meine Handykamera der Sony Xperia Z Reihe für schnelle Aufnahmen. Bitexco TowerNeben den klimatischen Bedingungen(Regenzeit bei hohen Temperaturen) und starkem Verkehrsaufkommen sind die Sehenswürdigkeiten zu Fuß eher schwer erreichbar, wenn man nicht auf dem Moped unterwegs ist. Schon bemerkenswert, dass selbst in der Regenzeit bei grauen Wolken der Körper schon nach kurzer Zeit schnell ins Schwitzen kommt. Seit dem ersten Besuch in Ho-Chi-Minh-City hat sich das Stadtbild stark verändert, auch wenn der Fluss an Mopeds nach wie vor unvergleichlich groß ist. Viele Sehenswürdigkeiten wurden noch weiter verschönert, die Fähren über die Flüsse wurden durch moderne Brücken ersetzt und viele neue Hochhäuser haben sich in der 7 Millionen Stadt gebildet. Die Mischung aus Tradition und Moderne ist genauso erhalten geblieben wie der Kontrast zwischen Arm und Reich und gerade bei der Fahrt auf dem Moped sind die Entdeckungsmöglichkeiten dieser besonderen Stadt bemerkenswert.

Die Sehenswürdigkeiten sind vielfältig: Die Notre-Dame Basilika , die Giac Lam Pagoda, der Freizeitpark Suoi Tien, die Ho Chi Minh City Hall sowie die zahlreichen Marktstände und Einkaufszentren gehören zu den Augenweisen der Stadt, wie man es auf folgenden Bildern schön erkennen kann!

Der Freizeitpark Suoi Tien

Das erste Mal seit 10 Jahren wieder drin und kaum wiederzuerkennen: Suoi Tien bietet eine prachtvolle Welt voller Entdeckungen für Groß und Klein. Da wären zum einen der Tiên Dong Beach im Freizeitpark sowie der neu renovierte Park, der in einigen Jahren die Stadt mit einer neuen Metro verbindet. Die Fahrt zu einem der beliebtesten Freizeitparks war bislang im Idealfall über Moped und Auto zu erreichen. Wunderschöne Parkanlagen, eine künstliche Schneelandschaft, ein Aquarium mit riesigen Lebewesen – das sind einige der vielen Attraktionen, die man gesehen haben sollte.

Suoi Tien Aquarium Suoi Tien Buddha Suoi Tien Eingangsbereich Suoi Tien Freizeitpark - Kriegsschiff Suoi Tien Freizeitpark Statue im Park Suoi Tien Freizeitpark

Ein Besuch im Tempel

Ich bin katholisch erzogen worden, interessiere mich aber auch für andere Weltreligionen. Und diese sind in Vietnam besonders breitgefächert. Man könnte meinen, dass Buddhismus eine bedeutsame Rolle in der Glaubensrichtung der Vietnamesen spielt. Tatsache ist aber, dass der Buddhismus genau wie das Christentum einer ehe geringere Rolle spielt als die Weltanschauung des Konfuzianismus und den familiären Pflichten des Ahnenkults. In fast jedem Haushalt steht ein Altar mit dem Bild von Vorfahren. Genauso ist es mit den Altaren in den Pagoden, die ich besucht habe. Beim Rundgang durch die Stadt empfehle ich einen kleinen Besuch in diese heiligen Orte! Man kommt schnell mit den offenen Mönchen ins Gespräch, die gern etwas mehr über die Touristen erfahren wollen – vorausgesetzt man spricht auch vietnamesisch!

An Quang Pagode in der Pagode in Vietnam Pagode Tempel in Saigon Tempel

Auf fototechnischer Ebene müssten bei dunklerer Beleuchtung die ISO-Werte manuell angepasst werden, um eine bessere Tiefenschärfe zu erreichen. Ein Stativ mit höherer Verschlusszeit wäre optimal. Doch für einen Besuch vor dem Ahnenaltar wäre es schon ein Wagnis unter den Augen der religiösen Anhänger sein Kameraset auszupacken. Wie ihr aber sehen könnt, habe ich die Bilder trotz geringem Lichteinfall schießen können.

Marktplatz Ben Thanh erste Adresse für Touristen in Saigon?

Obwohl in der Ho-Chi-Minh Stadt unzählige Marktstände sich tummeln, so gehört Ben Thanh zu den ersten Adressen, die einem Touristen in den Reiseführern empfohlen werden. Allerdings bin nicht der Meinung, dass dieser Ort unbedingt empfehlenswert ist. Die Textilien sind minderwertiger Qualität und zu allem Überfluss noch gefälscht. Dafür kann man an den Lebensmittelständen kaum was falsch machen. Eine Farbenpracht an Obst, Gemüse, getrocknetem Fleisch, Kaffee Gewürzen und vielen weiteren Leckereien ziehen neugierige Augen an. Für einen Nachmittag kann man sich Ben Thanh ansehen. Dennoch sollte man sich von den Vietnamesen nicht ansprechen lassen, wenn man nicht wirklich Interesse hat.

Cho Ben Thanh - Obststand Cho Ben Thanh mit getrockneten Lebensmitteln Einkaufszentrum Cho Ben Thanh - Drinks

Das war jetzt nur ein sehr kleiner fotografischer Einblick in einen Teil meiner Welt, wo ich weniger die Menschen vor die Linse gesetzt habe, sondern bei meinen Reisen die Welt so fotografiert habe, wie ich sie grob mit meinen Augen betrachtet habe und hoffe, dass Vietnam auch ein paar Gründe liefert, diese Stadt mal zu besuchen.

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Khoa

Fotografie ist Kunst, Kreativität und Leidenschaft. Früher habe ich tausende Bilder mit der Handykamera geschossen und habe mich irgendwann dazu entschlossen, mit meiner eigenen Kamera Bilder zu schießen, die euch gefallen könnten. Diese Leidenschaft fürs Fotografieren ist genauso groß wie die Gestaltung von Texten. Als Blogger hoffe ich natürlich, dass euch meine Atikel gefallen und ich im Laufe der Zeit euch neue Insprationen vorstellen kann.

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